Alte SchwarzföhreDie Schwarzföhre (im botanischen Namen PINUS NIGRA) prägt das südliche Niederösterreich und insbesondere unsere Region (Triesting- und Piestingtal) wie kein anderer Baum. Die Schwarzföhrenwälder sind Erholungsraum, sorgen für saubere Luft und gutes Wasser und auf steilen Felsen oder besonders trockenen Lagen wie z.B. im Steinfeld schützen sie den Boden vor Erosion

Lange Zeit stellte die Pechgewinnung und -verarbeitung, also die Gewinnung und Verarbeitung des Baumharzes  von der Schwarzföhre   die wirtschaftliche Lebensgrundlage vieler Familien in der Region dar. Nach dem Niedergang der Berufspecherei in den 1970er Jahren, hatte der Wert der Schwarzföhre für die Menschen der Region stark abgenommen.

Heute hat sich das Bild gewandelt: Das Interesse an traditionellem Handwerk wie der Pecherei und den aus dem Harz erzeugten Produkten, die in der letzten Harzverwertung Mitteleuropas in Hernstein noch erhältlich sind, steigt wieder. Die Pecherei wurde 2011 in die Liste des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen.

Auch das Holz der Schwarzföhre ist heute gefragter denn je, z.B. für Bühnenböden und Stiegen ist es in seinen Eigenschaften unerreicht, aber auch für andere Zwecke vielfältig einsetzbar.

Um die Aktivitäten zur Schwarzföhre zu bündeln und das mit ihr verbundene Kulturgut der Öffentlichkeit näher zu bringen, fanden sich im Jahr 2013 einige engagierte Personen, Betriebe und Gemeinden zusammen.

Unter dem Namen „Die Keaföhrenen“ treten sie gemeinsam auf und bieten eine bunte Mischung an Produkten, Aktivitäten und Informationen.
Überzeugen Sie sich auf unserer Webseite von diesem vielfältigen Angebot.

Übrigens, falls ihnen der Begriff „Keaföhre“ nicht geläufig ist: der Name leitet sich ab von umgangssprachlichen Wort „Kien“, das sind die besonders harzreichen Teile des Baumes und dem Wort Föhre. Die „verkienten“ Teile des Baumes sind besonders dauerhaft und zäh und so werden im Dialekt Menschen mit scheinbar ähnlichen Eigenschaften als „Keaföhrene“ bezeichnet…

Wissenwertes

Vorkommen

Die Schwarzföhre wächst in den Mittelmeerländern Südeuropas, Kleinasiens und des westlichen Nordafrikas und kommt auch in Teilen Österreichs vor.

Unterscheidung

Man kann die Art anhand der schwarz gefärbten, verdeckten Teile der Zapfenschuppen leicht von anderen südeuropäischen Kiefernarten unterscheiden.

Verwendung

Wegen ihres hohen Harzgehaltes spielte sie eine wichtige Rolle in der Pecherei. Das Holz wird vielfach genutzt und, da es nicht knarrt, unter anderem zu Bühnenböden verarbeitet.

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